Erster Mai 1998 Leipzig – Nazi Aufmarsch stoppen (gestoppt!)

Eine Materialsammlung über eine der gelungensten Antifa Massenaktionen nach der Wiedervereinigung am 1. Mai 1998 in Leipzig, bei dem etliche Nazis ordentlich was abbekamen und 4000-5000 angereisten Faschisten am Ende, entgegen aller vollmundigen Ankündigungen, nur eine stationäre Kundgebung gelang. Neben etlichen kaputten Nazikarren litt auch die Moral der ‘kämpfenden Truppe’ und Worchs missglückte Versuche in den Folgejahren die “Schmach von Leipzig wiedergutzumachen”, waren auch nicht gerade von Erfolg gekennzeichnet. Möglich wurden die antifaschistischen Erfolge an diesem Tag vor allem durch ein massenhaftes dezentrales Vorgehen und eine gut vorbereitete Logistik, worauf auch der Auszug aus dem VS Bericht verweist. Aus der Geschichte lernen heißt…Sunzi Bingfa

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Sūnzǐ Bīngfǎ #35 – 04. April 2022

Sūnzǐ Bīngfǎ wird vierwöchentlich veröffentlicht.

Sūnzǐ Bīngfǎ Nr. #35 – 04. April 2022 als PDF Datei:

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Themen in diese Ausgabe:

Ein sehr langer Winter – Liaisons

Brief an die Freunde der Wüste – Marcello Tarì

Die politische Ökonomie der Taktiken – Joshua Clover

Die Erfindung eines dystopischen Momentums – Gabriel Azaïs

Die IL läuft Gefahr, Geschichte geworden zu sein – Gamora & Junius Frey

Der Tag danach liegt hinter uns – Joël Gayraud

Der Turm und die Kellergewölbe

Das dunkle Jahrhundert von Elsa Morante und Elena Ferrante [Teil 1]

Bremen: Krieg dem imperialistischen Krieg (1980)

Ein sehr langer Winter

Liaisons

Krieg verändert alles — wir sind plötzlich für oder gegen Armeen, Revolutionäre werden zu Soldaten, Koalitionen monopolisieren die Politik, patriotischer Eifer schwillt an, und die Partei der Ordnung triumphiert. Als die russische Armee letzte Woche in die Ukraine einmarschierte, behauptete Putin, dies geschehe im Namen der „Entnazifizierung“, und verwies auf die wichtige Rolle, die der „Antifaschismus“ in der Ideologie des russischen Staates spielt. Im folgenden Text, der in Liaisons erstem Buch Im Namen des Volkes veröffentlicht wurde, berichtet ein Freund aus der Region über die Revolutionäre, die 2014 am Maidan-Aufstand in der Ukraine beteiligt waren, und stellt Überlegungen zur besonderen Geschichte des russischen „Antifaschismus“ an. Unser Freund hat außerdem kürzlich eine Website mit Beiträgen zu den aktuellen Ereignissen in der Ukraine eingerichtet, weitere Artikel werden folgen. Der folgende Text befasst sich zwar nicht mit der aktuellen Invasion, bietet aber eine wichtige Geschichte des gegenwärtigen Augenblicks (Winteraufstand, Anti-Maidan, Annexion der Krim) und stellt andere mögliche Geschichten zwischen der russischen und der ukrainischen Bevölkerung vor.

Ein Beitrag von Liaisons. Übersetzt aus der The New Inquiry. Sunzi Bingfa

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Brief an die Freunde der Wüste

Marcello Tarì

Nun liegt auch dieser Text von Marcello Tarì vom März 2020 endlich auf deutsch vor, hoffentlich bald erscheint die deutsche Ausgabe von ‘There Is No Unhappy Revolution’ an dessen Übersetzung derzeit von Genoss*innen gearbeitet wird. Wir danken den Gefährt*innen, die den “Brief an die Freunde der Wüste” für uns übersetzt und lektoriert haben, besonders Gianfranco Pipistrello. Sunzi Bingfa

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Die politische Ökonomie der Taktiken

Joshua Clover

Zeitgenössische Zirkulationskämpfe – die Besetzungen, Unruhen und Blockaden kritischer Infrastrukturen, die die Berichterstattung über den Widerstand dominieren – wurden in den letzten Jahren häufig mit linken Bewegungen in Verbindung gebracht. Aber was passiert, wenn sie quer durch das politische Spektrum wandern? Hier schreibt Joshua Clover über das zeitgenössische Terrain des Kampfes. (Vorwort Verso Books Blog, aus dem wir übersetzt haben, auch wenn wir einige Kritik an den hier geäußerten Ansichten von Joshua Clover haben.)

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Die Erfindung eines dystopischen Momentums

Gabriel Azaïs

Die Fiktion der Sicherheit in unserer Zeit

Dieser lange Artikel enthält eine Analyse der globalen Pandemiesituation auf der Grundlage von Patrick Zylbermans Buch ‘Microbial Storms’ und insbesondere der Begriffe „preparedness“ (Vorbereitung) und „worst case scenario“ (schlimmstes Szenario), die in den USA in den 2000er Jahren die treibenden Begriffe für eine Wende in der Gesundheitspolitik waren. Es geht nicht darum, einfach zu sagen, dass der Moment, in dem wir leben, dystopisch sei: Es geht darum, zu zeigen, wie Szenario, Fiktion und Dystopie zu operativen Kategorien in einem neuen Regierungsparadigma geworden sind. (Vorwort Lundi Matin)

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Das dunkle Jahrhundert von Elsa Morante und Elena Ferrante [Teil 1]

Trans Metropolitan Review

Wir haben einen Beitrag aus The Trans Metropolitan Review über die Werke von Elsa Morante und Elena Ferrante übersetzt. In dieser Ausgabe veröffentlichen wir Teil 1. Sunzi Bingfa

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