Keine Rückkehr, kein Abschied. Einfach weiter machen. Der 12. September und die Gilets Jaunes auf den Straßen von Paris. [Bericht/Videos]

Johhny

Que l’on touche à la liberté

Et Paris se met en colère

Et Paris commence à gronder

Et le lendemain, c’est la guerre

Paris se réveille

Et il ouvre ses prisons

Paris a la fièvre

-Mireille Mathieu

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Sūnzǐ Bīngfǎ Nr. #4 – 07. September 2020

Sūnzǐ Bīngfǎ Nr. #4 – 07. September 2020. Themen in dieser Ausgabe: Mali: Der Terror der Modernisierung , In Defense of Looting – Ein Interview mit Vicky Osterweil, Auf der Haut von Primo Levi von Cesare Battisti, Die mediale Impfung der Angst von Olivier Cheval, “Wenn wir leben wollen, müssen wir uns beeilen” – Ein Interview mit den Revolutionären Zellen [Part1), Die Revolutionäre Antirassistische Aktion (RARA): Militante Praxis in den Niederlande, Lasst tausend Hände die Waffe aufheben von Nanni Balestrini und Ein aktuelles Interview mit Franco “Bifo” Berardi.

“Eine phobische Sensibilisierung für den Körper und die Haut des anderen. Eine Epidemie der Einsamkeit und damit der Depression” – Ein aktuelles Interview mit Franco “Bifo” Berardi

Übersetzte Texte von Franco “Bifo” Berardi waren ja schon mehrmals sowohl auf Sunzi Bingfa als auch in den Pandemie Kriegstagebüchern von Sebastian Lotzer zu lesen. Das folgende Interview ist vielleicht die stringenste Intervention von “Bifo” in dieser Epoche der Welt am Abgrund. Das Interview wurde von Página12 geführt, eine Übersetzung ins Italienische findet sich bei den Genoss*innen von info aut. Unsere Übersetzung erfolgte aus dem Spanischen. Sunzi Bingfa

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Lasst tausend Hände die Waffe aufheben

Nanni Balestrini

Nanni Balestrini muss an dieser Stelle wohl nicht wirklich vorgestellt werden. Seine Bücher über die Bewegung der Autonomia, über Knast und Verzweiflung, über die Existenzialität der Revolte, also des Lebens selbst, sind zu großen Teilen schon vor vielen Jahren ins Deutsche übersetzt und hier bei Assoziation A veröffentlicht worden, 2017 erschien dann seine Erzählung Carbonia bei bahoe books.

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Die Revolutionäre Antirassistische Aktion (RARA): Militante Praxis in den Niederlande

Ein Sozialzentrum in einem besetzten Haus in den 1980er Jahren in Amsterdam. Der Geruch von Benzin lag in der Luft, was nicht alltäglich war… aber es war auch nichts Ungewöhnliches. So manche mag diese Offenheit, womit in den 80er so manches stattgefunden hat überraschen, aber der Bullenapparat war technisch noch nicht so aufgestellt wie es heute der Fall ist. Ich kann mich erinnern dass sie mal monatelang in ein Bulli mit einer großen Antenne vor unseren Squat standen. Im Winter, bei minus 10 Grad, haben wir denen dann heiße Suppe gebracht und haben den Bullen die drin saßen gesagt: “ Hört mal esst das jetzt und dann verpisst euch.” Sie sind danach tatsächlich gegangen.

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In Defense of Looting – Ein Interview mit Vicky Osterweil

Vor wenigen Tagen erschien das Buch “In Defense of Looting” in den USA. Vicky Osterweil hatte die Arbeit an dem Buch schon im April beendet, aber vorausahnend die Dynamik der Geschehnisse nach dem Tod von George Floyd in den Fokus ihrer Überlegungen genommen. NPR24 hat aus diesem Anlass ein Interview mit ihr geführt, dessen Übersetzung ins Deutsche an dieser Stelle folgt. Sunzi Bingfa

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“Wenn wir leben wollen, müssen wir uns beeilen” – Ein Interview mit den Revolutionären Zellen [Part1)

Dieses Interview aus dem Jahre 1975 ist Teil der Broschüre “Holger, der Kampf geht weiter! Dokumente und Beiträge zum Konzept Stadtguerilla”. Mit diesem langen Interview (das ziemlich einzigartig ist, allzu viele Interviews gibt es trotz einer jahrzehntelangen Praxis nicht) mit einer oder einem Militanten aus dem Zusammenhang der Revolutionären Zellen setzen wir unsere Reihe zum bewaffneten Antagonismus in der BRD fort. Dies nämlich war, entgegen vielleicht heutigen Annahmen radikaler Linker, die Ursprungsintention der Entstehung der RZ: Im Zentrum der Macht Stadtguerilla aufbauen. Einen Versuch, den es ohne die Praxis der RAF wahrscheinlich nie gegeben hätte, wie die RZ wiederholt klar stellten, die den Genoss*innen der RAF immer in kritischer Solidarität verbunden geblieben sind und sich dem Versuch verweigert haben, sich als “nette Feierabendterroristen” in Front gegen die RAF bringen zu lassen: “Die politische Differenz der RZ zur RAF drückt sich im übrigen nicht von Schlagzeile zu Schlagzeile und schon gar nicht als Distanzierung gegenüber unserem gemeinsamen Gegner aus, sondern seit 1973 in dem Versuch, eine andere, sozialrevolutionäre Linie, andere Formen des bewaffneten Widerstandes praktisch zu entwickeln. Nur darum geht es und nicht Scheiße auf Freundinnen und Freunde zu schmeißen, die uns in diesem furchtbaren Land näher sind als die meisten anderen.”

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