Sūnzǐ Bīngfǎ #34 – 07. März 2022

Sūnzǐ Bīngfǎ wird vierwöchentlich veröffentlicht.

Sūnzǐ Bīngfǎ Nr. #34 – 07. März 2022 als PDF Datei:

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Themen in diese Ausgabe:

Krieg und senile Demenz – Franco ‘Bifo’ Berardi

Krieg dem Krieg der Bosse

Wenn in Deutschland wieder über Frieden und Solidarität geredet wird…

sollten wir Angst bekommen… – Maria v. M. & Kvasir

This is the end, my only friend, the end…. (Manifest conspirationniste) – Anonym

Was ist dieser Moment? – Ghassan Salhab

Abdankung – Franco ‘Bifo’ Berardi

Die Eroberung der Champs-Élysees durch den Konvoi der Freiheit – Anonym

Rückmeldung von den Straßen: Der „Konvoi der Freiheit“ (Frankreich)

Aufstandsbekämpfung und soziale Kontrolle – Nico Maccentelli

Bewegung 2. Juni – Wie alles begann – Interview mit Ralf Reinders und Ronald Fritzsch

Bonus im PDF:

Kommunique No 0 – Unsichtbares Komitee

Nach 65 Tagen Hungerstreik war ich, wie sie sagten, ein Sack voller Knochen” – Dimitris Koufontinas

Kommunique No 0

Unsichtbares Komitee

Die wirkliche politische und moralische Bedeutung des Denkens wird nur in den seltenen Momenten der Geschichte deutlich, in denen „alles in Scherben fällt, das Fundament nicht mehr hält und sich bloße Anarchie in der Welt ausbreitet“, in denen „die Besten keine Überzeugung mehr haben, während die Mittelmäßigen von leidenschaftlicher Intensität erfüllt sind“. In diesen entscheidenden Momenten hört das Denken auf, eine Angelegenheit am Rande politischer Entwicklungen zu sein. Wenn sich alle gedankenlos von dem mitreißen lassen, was die Masse tut und glaubt, stehen diejenigen, die noch denken, auf verlorenem Posten, denn ihre Weigerung, sich den anderen anzuschließen, ist offenkundig und wird zu einer Form von Handeln.

Hannah Arendt – Moralische Betrachtungen

Das Unsichtbare Komitee war ursprünglich eine Verschwörung von Lyoner Arbeitern in den 1830er Jahren. Walter Benjamin notiert in seinem Buch der Passagen: „Das unsichtbare Komitee – Name einer Geheimgesellschaft in Lyon“. Im Februar 2000 stand am Schluss der von La fabrique herausgegebenen Theorie des Bloom: „Das unsichtbare Komitee: eine offen geheime Gesellschaft / eine öffentliche Verschwörung / eine anonyme Subjektivierungsinstanz, deren Name überall und deren Sitz nirgends ist / die revolutionäre Polarität der Parti Imaginaire.“

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“Nach 65 Tagen Hungerstreik war ich, wie sie sagten, ein Sack voller Knochen”

Dimitris Koufontinas

Ein Jahr nach dem Beginn des letztjährigen Hungerstreiks gab Dimitris Koufontinas dem ‘The Press Project’ das erste Interview seit jenen Tagen. Wir veröffentlichen an dieser Stelle die angekündigte Übersetzung, die sich leider um einige Tage verzögert hat, weil Zusagen nicht eingehalten wurden, umso mehr gilt unser Dank der Genossin, die kurzfristig eingesprungen ist und das Interview für die Sunzi Bingfa übersetzt hat. Das Interview markiert aus unserer Sicht die Gemeinsamkeiten, aber auch die Unterschiede zwischen jener Strömung, die Dimitris repräsentiert und jenen, denen wir uns verbunden fühlen, oder eben auch nicht, wie z.B. im Fall des Leuchtenden Pfades aus Peru. Wie aber auch immer, unsere Herzen werden immer bei denen sein, die in den Kerkern unserer Todfeinde gefangen gehalten werden.  „“Nach 65 Tagen Hungerstreik war ich, wie sie sagten, ein Sack voller Knochen”“ weiterlesen

Interview mit Dimitris Koufontinas [Preview]


Ein Jahr nach seinem Hungerstreik hat der Genosse Dimitris Koufontinas dem 2010 als Reaktion auf die Krise und damit einhergehenden Ausverkauf des Journalismus gegründeten ‚Nachrichtenportal für Recherche, Information und Meinung – The Press Project‘ ein Interview gegeben. Das vollständige Interview wird derzeit noch von Genoss*innen in Athen übersetzt. Sunzi Bingfa

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Ein Bericht und Überlegungen zu den Unruhen am 19. November in Rotterdam

Der Bericht erschien bei It’s Going Down, wir haben ihn unverzüglich übersetzt und veröffentlicht, weil wir es extrem wichtig finden, Infos über das wahre Geschehen in Rotterdam zu verbreiten. Sunzi Bingfa

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Sūnzǐ Bīngfǎ #30 – 15. November 2021

Sūnzǐ Bīngfǎ wird vierwöchentlich veröffentlicht.

Sūnzǐ Bīngfǎ Nr. #30 – 15. November 2021 als PDF Datei:

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Themen in diese Ausgabe:

Wuppertal: Giorgos Zantiotis und sein Tod werden in den Dreck gezogen

Hyperwelt, Metawelt und das Ende der Welt

Slowenien – Der Stand der Dinge [Teil 4]

Der lange Sommer der Autonomie

Zwei Jahre nach der Revolte: Eine Bilanz und Perspektiven für eine kollektive Debatte [Chile]

Die ökofaschistische Tendenz: Migration und Ökologie

Ein Überblick über die Mobilisierungen gegen den Grünen Pass in Triest

 

Sūnzǐ Bīngfǎ #29 – 18. Oktober 2021

Sūnzǐ Bīngfǎ wird vierwöchentlich veröffentlicht.

Themen in diese Ausgabe:

Unregierbar-Werden – Zu Di Cesares Buch „Die Zeit der Revolte“ (Achim Szepanski)

Warum haben Linksradikale Angst linksradikal zu sein? Anmerkungen zu „Deutsche Wohnen & Co. Enteignen“ (Maria von M. & Kvasir)

Schluß mit den “Selbstmorden”! [Stammheim, Stadelheim] (Arbeiterkampf, 1977)

Freizeit 81

Amsterdam 1985: Der Schlacht um die Staatsliedenbuurt (Riot Turtle)

Revolution überall“ – Ein Gespräch zwischen Hongkonger und libanesischen Demonstranten (Joey Ayoub und dem Lausan Kollektiv)

Die radikale Lifestyle Linke (Hannover)

Als wir 1974 das Werk der British Aircraft Corporation besetzten – Sowie Reflexionen für die Gegenwart (Angry Workers)

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Unregierbar-Werden – Zu Di Cesares Buch „Die Zeit der Revolte“

Achim Szepanski

Das minoritäre Buch der italienischen Philosophin Donatella Di Cesare „Die Zeit der Revolte“ kann durchaus als Ergänzung und Erweiterung zu Andrew Culps „Dark Deleuze“ und Joshua Clovers „Riot.Strike.Riot“ gelesen werden. Schon auf den ersten Seiten spielt die Polizei als Formation des Sicherheitsstaates für Di Cesare eine wichtige Rolle. Hatte schon Clover davon gesprochen, dass die Polizei heute von den Aufständischen an jeder Ecke gesichtet werden kann und den öffentlichen Raum in einem Maß beherrscht, dass jeder in den Straßen artikulierte politische Dissens von vornherein lediglich den Charakter des Geduldeten und zugleich des jederzeit Eliminierbaren hat, so ortet auch Di Cesare die Polizei im Kontext einer Ökonomie des öffentlichen Raumes.

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Bambule, Bambule, Hamburger Schule

From Sunzi to Köpi Wagenplatz with love. Wir haben eine Chronologie rund um die Räumung des Bauwagenplatzes ‘Bambule’ am 4. November 2002 bearbeitet, um sie online stellen zu können, sowie einige ausgewählte Dokumente der Zeitgeschichte hinzugefügt. Am 15.10.2021 ist Tag X für den Köpi Wagenplatz. See you in the streets. 

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